Die Technologie
hinter BERECO

Der klimafreundliche Baustoff BERECO basiert auf einer Technologie von neustark, mit der CO₂ dauerhaft in Recyclingbaustoffen mineralisiert wird. Der behandelte Rückbaubeton wird wieder in den Kreislauf geführt und für die Produktion von klimafreundlichem Konstruktionsbeton und RC-Kiesgemischen eingesetzt. Die Bereuter AG bringt diese Baustoffe unter der Marke BERECO in den Markt.

Unsere Partner,

denen wir vertrauen.

BERECO in 60 Sekunden

BERECO verbindet Recycling, CO₂-Speicherung und regionale Produktion. In diesem kurzen Video zeigen wir, wie der Wertstoffkreislauf funktioniert.

Nachhaltigkeit mit
messbarem Mehrwert

BERECO verbindet innovative CO₂-Mineralisierung mit regionaler Produktion und transparenter Herkunft – für Baustoffe, die Klimaschutz konkret und nachvollziehbar machen.

Gespeichertes CO₂ im Granulat

10–12 kg CO₂ pro Tonne werden im mineralisierten Granulat gespeichert – abhängig von Produkt und Charge.

CO₂-Quelle

Das verwendete CO₂ ist biogenes CO₂ aus einer benachbarten Vergärungsanlage und wird direkt für die Mineralisierung genutzt.

Regionale Produktion & Transport

CO₂-Zufuhr über eine direkte Pipeline am Standort Volketswil – ohne Verflüssigung und ohne Strassentransport.

Berechnen Sie die
CO₂-Wirkung von BERECO

Wählen Sie aus, ob Sie m³ Beton oder RC-Kiesgemisch B 0/45. Der Rechner zeigt Ihnen die gespeicherte CO₂-Menge und verständliche Vergleiche.

Produkt auswählen
RC-Anteil
Menge
t
CO₂-Speicherung
0.00 Tonnen
0
m³ konventioneller Beton
als CO₂-Vergleich
0
kWh Haushaltsstrom
(Schweiz, grober Vergleich)
0
gefahrene km mit einem
modernen Benziner
0
Bäume speichern diese
Menge CO₂ pro Jahr

Vorteile des
BERECO-Kreislaufs

Der BERECO-Kreislauf macht aus Abbruchbeton wieder hochwertigen Baustoff und haucht ihm neues Leben ein.
In Zusammenarbeit mit neustark entsteht der Neustarkbeton, in dem CO₂ dauerhaft mineralisiert wird. Das CO₂ stammt aus einer benachbarten Vergärungsanlage von Axpo und wird über eine Pipeline direkt am Werk genutzt – ohne Verflüssigung und ohne Transport.

So wird ein Abfallprodukt zum Rohstoff und der Baustoff Teil einer regionalen, besonders effizienten Kreislaufwirtschaft.

Der Prozess

Schritt für Schritt

Rückbau
Wir nehmen Material von Rückbauten entgegen, verarbeiten, brechen und sieben es.
Biogasanlage
Die CO₂-Abscheidung und -Speicherung erfolgt bei uns innerhalb von 50 Metern.
Baustoffrecycler
Mithilfe der neustark-Technologie speichern wir CO₂ dauerhaft in mineralischem Material, beispielsweise in Beton- und Mischgranulat.
Anwendung
Unsere angereicherten Baustoffe können wie gewohnt bezogen und eingesetzt werden.
Unternehmen mit Klimazielen
So generiert neustark Negativemissionen, die in Form von CDR-Zertifikaten gekauft werden können.

Häufige Fragen

Was passiert bei der neustark-Karbonatisierung chemisch?

Biogenes CO₂ wird in die Poren von gebrochenem Abbruchbeton (RC-Granulat) eingeleitet. Dort reagiert es mit dem im Zementstein enthaltenen Calciumhydroxid Ca(OH)₂ zu Calciumkarbonat CaCO₃ – also Kalkstein. Dieser natürliche Prozess, der normalerweise über 1’000 Jahre dauert, wird in unseren Speicheranlagen auf wenige Stunden beschleunigt.

Nein. Das CO₂ ist als CaCO₃ (Kalkstein) irreversibel im Granulat gebunden. Nur Temperaturen über 600 °C oder sehr starke Säuren könnten das gebundene CO₂ freisetzen – beides liegt bei einem normalen Rückbau nicht vor. Selbst wenn das Gebäude abgerissen und der Beton erneut gebrochen und recycelt wird, bleibt das CO₂ dauerhaft gespeichert.

Die Karbonatisierung von Stahlbeton ist ein bekanntes Risiko für Schäden: Sie senkt den pH-Wert der Porenlösung von ca. 12–13 auf unter 9, wodurch die Passivschicht des Bewehrungsstahls zerstört wird und Korrosion einsetzen kann.

Bei neustark wird jedoch nicht der fertige Beton karbonatisiert, sondern das gebrochene Abbruchgranulat vor dem Einbau in neuen Beton.

Im neuen Frischbeton bildet der frische Zement erneut eine hochalkalische Porenlösung (pH ≥ 12), die den Bewehrungsstahl wie gewohnt schützt. Die Karbonatisierung des Granulats hat somit keinen negativen Einfluss auf den Korrosionsschutz der Bewehrung im neuen RC-Beton.

Auf industrieller Basis werden rund 10 kg CO₂ pro Tonne Abbruchbeton gespeichert. Je nach Materialeigenschaften (Feinanteil, Zementgehalt) sind bis zu 25 kg/t möglich. Im fertigen RC-Beton entspricht das ca. 10 kg CO₂ pro Kubikmeter.

Ja – zum Positiven. Die Mineralisierung verdichtet das Porennetzwerk des Granulats. Labortests zeigen, dass karbonatisierter RC-Beton eine gleich hohe oder höhere Druckfestigkeit aufweist als herkömmlicher Beton. Zudem reduziert sich die Wasseraufnahme und die Schwermetall-Auswaschung wird verringert.

Ja. Die Produkte erfüllen alle normrelevanten Qualitätskriterien gemäss:

 

  • SN EN 206 (Beton – Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität)
  • SN EN 12620 (Gesteinskörnungen für Beton)
  • SIA 262 (Betonbau)
  • SIA Merkblatt 2030 (Recyclingbeton)

 

Einsetzbar bis Druckfestigkeitsklasse C30/37 und für die Expositionsklassen XC1–XC4(CH) sowie XF1.

Ausschliesslich biogenes CO₂ aus der direkt angrenzenden Biogasanlage wird genutzt; unsere Anlage ist weltweit die einzige, bei der das CO₂ über eine rund 50 m lange unterirdische Leitung direkt in die Karbonatisierungsanlage gelangt – ohne Verflüssigung und ohne LKW-Transport. Da dieses CO₂ ansonsten klimaneutral in die Atmosphäre entweichen würde, führt seine dauerhafte mineralische Speicherung im Betonbruch zu echten, zusätzlich erzeugten Negativemissionen.

Wissenschaftlich nachgewiesen: Nach 1’000 Jahren sind noch virtuell 100% des gespeicherten CO₂ vorhanden. CaCO₃ ist eine der stabilsten Formen der Kohlenstoffspeicherung – die Bindung hält Tausende bis Millionen von Jahren.

Jede entfernte Tonne CO₂ wird nach dem MRV-Prinzip (Monitoring, Reporting, Verification) durch unabhängige Dritte gemessen und geprüft.

 

neustark hat die weltweit erste Gold Standard-Methodologie für technologiebasierte CO₂-Entfernung entwickelt. Die Lebenszyklusanalyse zeigt eine CO₂-Entfernungseffizienz von 93% – nur rund 7% der Menge gehen als Prozessemissionen verloren.

Nein. Karbonatisierter RC-Beton lässt sich in Verarbeitbarkeit, Pumpbarkeit und Farbton identisch wie herkömmlicher RC-Beton verarbeiten. Er kann für Innenwände, Aussenwände, Decken, Bodenplatten und als RC-Kiesgemisch im Strassenbau eingesetzt werden.​

Ja. Die Produkte erfüllen die MINERGIE-ECO®-Vorschriften und verbessern die CO₂-Bilanz eines Gebäudes um ca. 5% gegenüber herkömmlichem RC-Beton. Zudem kann karbonatisierter RC-Beton ökologisch sinnvoll über grössere Distanzen (bis ca. 90 km statt 25 km) transportiert werden.

Von der Technologie
zum Baustoff

Aus dem beschriebenen Kreislauf entstehen Recycling-Baustoffe, in denen CO₂ dauerhaft gespeichert ist und die sich wie gewohnt einsetzen lassen – für Tiefbau, Hochbau, Strassen- und Umgebungsbau.